Die Lauffenmühle verfügt über 2 Hochregallager, eines ist heute im Besitz der Firma Hago. Wir beleuchten daher nur das Lager auf dem Hauptarela. Dieses wurde 1987 von Voest Alpine Krems gebaut. Das unter der Antrag Nr. VA 67.941. Die Gesamttragkraft lag bei 4*5,0KN pro Fach, siehe Modell.

Dabei hat das Gesamte Hochregallager 7200 Palettenplätze. Diese waren auf 66m Länge, 30m Breite und 20m Höhe verteilt und wurden von 2 Regalförderfahrzeugen mit je 2 Teleskopgalben, welche auch Kurven fahren konnten, bedient. Jedes RFZ kann in jeden Gang da es eine Weichenanlage gab. Siehe Modell

Das Hochregallager war dabei über den Verbindungsgang mit der Produktion und dem Hochregalvorgebäude verbunden.

Logistisch/Technisches Konzept

1. Lagerhalle und Lagerstrategie

Der obere Bereich zeigt das eigentliche Hochregallager, das in zwei Hauptbereiche unterteilt ist, die von Regalbediengeräten (RBG 1 und RBG 2) bedient werden.

Auffallend ist die Anwendung einer ABC-Analyse zur Optimierung der Wege:

2. Die Vorzone (Funktionsbereiche)

Die Vorzone im unteren Teil des Diagramms ist das Herzstück der Warenverteilung. Hier werden die Güter für verschiedene Zwecke bereitgestellt oder für die Einlagerung vorbereitet:

3. Transporttechnik und Kommunikation

Der Materialfluss zwischen der Lagerhalle und der Vorzone wird durch spezialisierte Technik gesteuert:

Zusammenfassung des Ablaufs

Waren werden über die Einlagerbahnen (F) angeliefert, vom QFW übernommen und durch die RBGs eingelagert. Bei Bedarf werden sie ausgelagert, über den QFW in die Vorzone gebracht und dort entweder direkt zum Versand (A, D, E), zur Produktion (B) oder an einen Kommissionierplatz (C) geleitet. Das gesamte System ist auf maximale Effizienz und hohen Durchsatz ausgelegt.

Allgemeine Informationen, Zahlen, Daten, Fakten

1. Systemüberblick und Funktion

Das Lager fungiert als zentrales Logistikzentrum für die Bereiche Spinnerei, Weberei sowie den Garn- Ein- und Verkauf. Es dient primär als Rohstofflager für die eigene Weberei, wobei Garne auch extern verkauft werden.

2. Räumliche Dimensionen und Kapazität

Das Lager ist als kompaktes Hochregalsystem konzipiert:


3. Technische Leistungsdaten

Die Ein- und Auslagerung erfolgt durch vollautomatisierte Regalbediengeräte (RBG) mit folgenden Spezifikationen:


4. Logistisches Konzept und Materialfluss

Das Management des Lagers folgt einer optimierten Strategie zur Wegeverkürzung und Effizienzsteigerung:

5. Personaleinsatz

Trotz der hohen Kapazität und Komplexität wird das Logistikzentrum durch den hohen Automatisierungsgrad von lediglich 2,5 Personen betrieben (zwei Vollzeitkräfte, eine Teilzeitkraft).

Impressionen aus dem Hochregallager