Eine  Staberei (auch Stabbrerei) ist eine Abteilung oder ein Prozess in einer Textilfabrik, in dem fertige Stoffbahnen nach dem Drucken oder Weben auf die richtige Länge geschnitten, zugeschnitten und für den Versand vorbereitet werden, oft mit dem traditionellen Meterstab als Werkzeug, wobei Stoffe auch gesäumt, gefranst oder gerollt wurden, bevor sie als fertige Produkte verpackt wurden. 

Funktionsweise einer Staberei:

  1. Zuschneiden: Der Hauptzweck war das präzise Zuschneiden der langen Stoffbahnen auf die gewünschte Endgrösse (z. B. für Tücher, Schals).
  2. Messen: Dies geschah oft mit dem traditionellen Meterstab, daher der Name “Staberei”.
  3. Veredelung (Nachappretur): Oft wurden die Stoffe noch nachbehandelt, um ihnen Griffigkeit, Steifigkeit oder Glanz zu verleihen (z. B. durch Kalandrieren).
  4. Konfektionierung: Anschliessend wurden die zugeschnittenen Teile gesäumt, mit Fransen versehen oder handrolliert, wie es bei Tüchern üblich war.
  5. Verpackung: Die fertig konfektionierten Artikel wurden verpackt und versandt. 

Historische Bedeutung:
Die Staberei war ein wichtiger Schritt in der Nachbereitung von bedruckten oder gewebten Stoffen, um aus den grossen Rollen fertige, gebrauchsfertige Textilprodukte zu machen, bevor sie an den Kunden gingen, oft in Verbindung mit Heimarbeit.