Geschichte
Die Weberei 2 durchlief in den Jahren 1966 und 1967 einen der radikalsten technologischen und baulichen Umbrüche in der Geschichte der Lauffenmühle. Um Platz für eine neue Maschinengeneration zu schaffen, begann man ab 1967, die 730 veralteten Roscher-Webstühle, die noch mit einem lauten Transmissionsantrieb liefen, komplett abzubauen. Diese wurden durch hochmoderne Sulzer-Webmaschinen ersetzt, wobei die erste dieser neuen Maschinen am 30. Januar 1967 feierlich anlief.
Funktion
Die Halle diente der massenhaften Herstellung von Geweben. Durch den Umbau wurde der Produktionsablauf revolutioniert: Die gewebte Ware musste nicht mehr im Saal auf kleine Warenbäume aufgewickelt werden. Stattdessen fiel die Ware direkt durch Schlitze im Boden auf sogenannte Dockenwickler im neu geschaffenen Keller darunter.
Technische Daten
Um diesen Umbau zu realisieren, musste der Boden der Halle aufgerissen und ein komplett neues Kellergeschoss gesprengt und ausgehoben werden – teilweise während die Produktion im Rest der Halle noch weiterlief. Die neuen Sulzer-Webmaschinen waren wesentlich leiser und schneller als die alten Roscher-Stühle.
Besonderheiten
Der Umbau war ein enormer logistischer Kraftakt: Der Keller wurde förmlich unter den Füßen der Arbeiter geschaffen. In der jüngeren Geschichte diente die Weberei 2 auch als einer der letzten aktiven Produktionsbereiche, und in Teilbereichen waren spezialisierte Arbeitsschritte wie die Gewebekontrolle und Warenschau untergebracht.





Website-Anker: #weberei2 → lauffenmuehlemuseum.de/standort-lauchringen/weberei2/
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